Recycling wird zur Wertschöpfung – Zero Waste ist das Ziel CIRCULAR ECONOMY


WAS WÄRE, WENN IN ZUKUNFT...

…auf Produktverpackungen die wiederverwerteten Rohstoffe aufgelistet wären?
…Hersteller ihre Produkte nach dem Ende des Lebenszyklus zu 100% in den Wertschöpfungskreislauf zurückführen müssten?
…wenn Besitz aus unserer Gesellschaft verschwände und die Nutzung von Produkten über konstante Micro-Payments abgerechnet würde?

Die Circular Economy verfolgt das Ziel, Produkte nach Gebrauch nicht mehr zu Abfall werden zu lassen, sondern sie als Sekundär-Rohstoffe in den Produktionszyklus zurückzuführen. Das Schließen von Materialkreisläufen wirkt sich nicht nur positiv auf die Umwelt aus, vielmehr profitieren ressourcenintensive Industrien von der Wiederaufbereitung. Dazu entwickeln Unternehmen Technologien, Verfahren oder Prozesse, die Produkten ein ewiges Leben ermöglichen – ob Kleidung, Möbel oder Elektrogeräte.

Bedingt durch kurze Lebenszyklen ist Recycling im Consumer Electronics Bereich in den letzten Jahren zu einer elementaren Ressourcenquelle geworden. Die Vernetzung und Elektrifizierung von Fahrzeugen und Maschinen führt nun dazu, dass sich auch die Automobilhersteller und der Maschinenbau mit der Circular Economy beschäftigen. Insbesondere das Recycling der teuren Batterien spielt dabei eine zentrale Rolle. Das von Tesla-Managern gegründete Start-Up „Redwood Materials“ nimmt hier eine Vorreiterrolle ein.

Durch das neue Geschäftsmodell der „As-a-Service“-Anbieter, also der flexiblen Teilzeitmiete, bleiben Produkte, Werkzeuge oder Maschinen während des gesamten Lebenszyklus im Besitz der Hersteller. Verkauft werden Lösungen anstatt der physischen Produkte. Die Hersteller müssen sich demnach am Ende des Produktlebenszyklus um eine entsprechende Wiederverwertung kümmern. Den Wettbewerb der Lösungsanbieter dominiert somit künftig, wer schon beim Design eines Produktes das Recycling mit einpreist und den gesamten Kreislauf effizient und ressourcenschonend gestaltet. Auf der Konsumentenseite prägt sich die Circular Economy mit der Forderung nach Zero Waste Produkten vor allem bei Lebensmitteln aus.


BEST PRACTICE INNOVATIONEN:

Ford installiert Recyclingsystem für Aluminium

Altmetallverkauf auf digitalem Schrottplatz

Möbel aus wiederverwendeten Rohstoffen

REWE testet Tupperdosen als Verpackungsmaterial


BRANCHENIMPLIKATIONEN:

MATERIALS, MANUFACTURING & ENGINEERING

  • Recyclable Design: Hersteller können Produkte bezüglich ihres ökonomischen Gesamtnutzens optimieren und bereits während der Gestaltungsphase die Kosten für die Rückführung in den Materialkreislauf mit einpreisen.
  • Collaborate with Recyclers: Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen, die sich auf die Wiederverwertung spezialisiert haben, können Hersteller gezielt wiederverwertbare Materialien verwenden und die Ökobilanz ihrer Services optimieren.
  • Integrate Usage Behaviour: Die Vernetzung der Produkte gibt wertvolle Einblicke in das Nutzerverhalten, so dass der Ressourceneinsatz noch zielgerichteter gesteuert werden kann.

FOOD & BEVERAGES

  • Accept Responsibility: Supermärkte könnten sich aktiv um nicht verkaufte Frischwaren kümmern und Kreisläufe für die Verwertung dieser Produkte schaffen.
  • Zero Waste Cookbooks: Stylische Kochbücher, die sich der Resteverwertung verschreiben, könnten der Lebensmittelverschwendung in Privathaushalten entgegenwirken, indem sie eine Einkaufsliste sowie einfache Menüpläne für eine ganze Woche bereitstellen, bei denen alles Gekaufte auch verwertet wird.
  • Recipe Boxes: Das Konzept „Kochhaus”, bei dem es die genau abgemessenen Zutaten für das jeweilige Rezept zu kaufen gibt, könnte von anderen Herstellern adaptiert werden, und zwar zur Freude jener Kunden, die nur ab und zu etwas Besonderes kochen möchten.  

CONSUMER GOODS

  • Convenient Recycling: Hersteller von rohstoffintensiven Produkten wie Elektrogeräten könnten eine Infrastruktur zum Einsammeln von Altgeräten schaffen und den Kunden die Möglichkeit bieten, Altgeräte in Postfilialen, Drogerien oder bei Behörden abzugeben.
  • Green Fast Fashion: Der Trend zum Umweltschutz könnte auch Hersteller der Textilindustrie animieren, ihre nicht verkauften Kollektionsteile zu recyclen und für eine Nebenlinie wiederzuverwerten.
  • Premium Green: Auch größere Möbelhäuser könnten auf hochwertige Recyclingmaterialien für ihre Produktion zurückgreifen und Upcycling-Produkte als Premiumlinie lancieren.


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