Mega-Trend Distrust Society

Megatrend: Distrust Society

Zunehmende Politikverdrossenheit, Boykotte gegen Großkonzerne und eine schleichende Paranoia im Angesicht einer Kulisse permanenter Bedrohung: Die Vertrauensbasis in zentrale Institutionen bröckelt.

Heute verbreiten sich Informationen schnell und flächendeckend. Jeder kann Empfänger und Sender sein, etwa durch soziale Netzwerke und Blogs. So können Missstände wie vermeintliches unternehmerisches oder politisches Fehlverhalten von jedem öffentlich gemacht werden. Die Gefahr: Es kommt zu einer Flut aus oft widersprüchlichen Nachrichten, in der niemand mehr einwandfrei Wahres von Falschem trennen kann. Irrtümliche oder mutwillige Verbreitung von Desinformation ist dabei kein neues Phänomen. Es ist die Breite an Quellen, aus denen Menschen sich mit Wissen versorgen können und das undurchsichtige Netz an Interessen dahinter, das sie zu generellen Skeptikern gemacht hat. Der Wunsch, sich politischen und wirtschaftlichen Interessen zu entziehen, verstärkt sich. Dabei hat sich das Selbstschutzbedürfnis auch auf die digitale Identität übertragen.

Die mangelhafte Transparenz großer Institutionen treibt den Gedanken des bewusst anonymen Lebens voran und macht das Internet zur ersten Front gegen die Überwachung. Als Gegentrend zur Informationsgesellschaft wird die Distrust Society in den kommenden Jahren die Kredibilität zum wichtigsten Aspekt der öffentlichen Kommunikation und der Interaktion zwischen Individuen und Institutionen erheben.

Die Macro-Trends der Distrust Society:


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